Allgemein

Was müssen Sie beachten?

Bitte sorgen Sie bei einem geplanten Eingriff für bequeme Kleidung. Ist die Operation in Vollnarkose vorgesehen, dürfen Sie 6 Stunden vor dem Eingriff nichts essen auch kein Kaugummi kauen oder Bonbon lutschen, 4 Stunden vorher nichts trinken und nicht rauchen. Bei einer Operation in örtlicher Betäubung sollten Sie ruhig eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen.

Zu Ihrem Termin in der Tagesklinik ist es notwendig, dass Sie Ihre Krankenversichertenkarte und eine Überweisung Ihres behandelnden Gynäkologen / Gynäkologin mitbringen. Welche Unterlagen darüber hinaus erforderlich sind, erfahren Sie von uns bei der telefonischen Terminabsprache oder bei Ihrem behandelnden Gynäkologen / Gynäkologin.

Falls Sie Ihren Termin nicht wahrnehmen können, sagen Sie ihn bitte so früh wie möglich ab, damit wir ihn einer anderen Patientin zur Verfügung stellen können.

Bitte haben Sie Verständnis, wenn unvorhergesehene Wartezeiten entstehen. Der Zeitbedarf für jede einzelne Patientin lässt sich nicht immer vorher bestimmen.

Vor der Operation?
Nachdem die Aufnahmeformalitäten erfolgt sind, führen Sie mit dem behandelnden Arzt / Ärztin und, bei einem Eingriff in Vollnarkose, mit dem Narkosearzt / Narkoseärztin ein Vorgespräch, in dem Sie über die Operation bzw. Narkose aufgeklärt werden. Bei größeren Eingriffen (z.B. bei Gebärmutterspiegelungen mit Schleimhautverödung oder Bauchspiegelungen) erfolgt dieses Gespräch separat an einem anderen Tag.
Nach der Operation?

Nach dem Eingriff werden Sie in einem Ruheraum betreut und können, je nach Art des Eingriffs und der Narkose, nach 2 – 4 Stunden unsere Tagesklinik wieder verlassen.

In jedem Fall ist eine Begleitperson für Sie erforderlich, damit Sie wieder sicher nach Hause kommen, auch für öffentliche Verkehrsmittel ist eine Begleitperson notwendig. Keinesfalls dürfen Sie selbst Auto fahren. Innerhalb Kassels könnenSie allein mit dem Taxi nach Hause fahren, dort muss eine Betreuungsperson vor Ort sein. Am Operationstag und in der folgenden Nacht dürfen Sie nicht allein zu Haus sein.

Die Nachuntersuchung erfolgt bei Ihrem behandelnden Frauenarzt / Frauenärztin nach 6 – 14 Tagen.

Zum Thema Narkose

Welche Narkose bekomme ich?
Je nach den Bedürfnissen der speziell geplanten Operation wird eine Allgemeinanästhesie (= Vollnarkose) bzw.- eine Lokalanästhesie (=Teilbetäubung) durchgeführt. Die unterschiedlichen Qualitäten der Narkose werden mit unterschiedlichen Medikamenten bewirkt. So zum Beispiel: Schlaf mit Schlafmittel, Muskelentspannung mit einem Muskelentspannungsmittel, Schmerzfreiheit mit einem Schmerzmittel.
Spreche ich während der Narkose?
Bei der Vollnarkose wird häufig eine künstliche Beatmung durchgeführt, zu der manchmal auch ein weiches Röhrchen in die Luftröhre eingesetzt wird (Intubation). Das Sprechen während der Narkose ist nicht möglich.
Warum bekomme ich eine Spritze zum Beginn der Narkose?
Die modernen Narkosemittel lösen über eine Injektion den erwünschten Schlaf aus und bedingen ein sehr schonendes Aufnehmen der Medikamente. Zur Sicherheit der Patientin wird bei jedem Eingriff eine Infusion (Tropf) angelegt. Die Spritze selbst ist nicht sehr schmerzhaft und kann mit einer Blutentnahme verglichen werden.
Werde ich wieder wach?
Von Seiten der Narkoseführung wird alles getan, um den Eingriff so sicher wie nur möglich durchzuführen, so dass es seit 1989 keine nennenswerten Narkosezwischenfälle gegeben hat. Sollte wirklich einmal eine schwere allergische Reaktion oder ein Narkosefieber (maligne Hyperthermie) auf Narkosemittel oder eine sonstige ungewöhnliche Situation auftreten, so sind alle heute zur Verfügung stehenden Mittel vorhanden, um die für unsere Patientinnen bestmögliche Behandlung sofort durchzuführen.
Wie lange schlafe ich?
Moderne Narkosemittel gestatten eine präzise Abstimmung der Narkosedauer auf die benötigte Operationszeit. Die Angst, dass eine Gefühllosigkeit oder Lähmung nach Abklingen der Betäubung länger als erwartet oder dauerhaft anhält, ist unbegründet.
Werde ich wach während der Narkose?
Die technischen Überwachungsgeräte und die ständige persönliche Betreuung durch die Narkoseärztin/ den Narkosearzt garantieren eine ausreichende tiefe Bewusstlosigkeit während des Eingriffes. Selbst eine kurzfristige notwendige Nachinjektion des Narkosemittels ist unproblematisch.
Wer betreut mich während ich schlafe?
Sorgfältige Kontrolle der Herzfunktion, Kreislauf- und Atmungsfunktion und persönliche Überwachung durch die Narkoseärztin / den Narkosearzt gewährleisten eine optimale Begleitung. Zusätzlich stehen aufwändige Überwachungsgeräte zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen

Was muss ich nach dem Eingriff beachten und wann kann ich wieder Sport treiben?
Körperliche Belastungen jedweder Art sollten erst nach der Abschlussuntersuchung bei Ihrem Gynäkologen und mit dessen Zustimmung durchgeführt werden. Zudem wird dieses Thema individuell für Sie und Ihren Eingriff mit Ihrem Operateur erörtert.
Kann mein Partner im Aufenthaltsraum dabei sein?
Nach Möglichkeit und unter Berücksichtigung der Intimsphäre von Mitpatientinnen versuchen wir das zu ermöglichen.
Habe ich nach der Operation Schmerzen?
In aller Regel sind die Schmerzen nach der Operation gering. Bei Bedarf ist aber eine umfassende Versorgung selbst mit sehr starken Schmerzmitteln im Ruheraum gewährleistet. Bei der Vermeidung von Nervendruckschäden durch Aufliegen eines Armes oder Beines auf der Kante des OP-Tisches sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen. Bitte kontrollieren Sie, ob Sie bequem liegen und achten Sie darauf, dass kein punktueller Druck auf Arme oder Beine ausgeübt wird.
Was passiert nach der Narkose?
Sie werden je nach Dauer des Eingriffs und dem persönlichen Befinden in unserem Ruheraum betreut. Nach Wohlbefinden können Sie sich durch eine Begleitung abholen lassen. Sie persönlich dürfen 24 h nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und benötigen für die erste Zeit zu Hause, insbesondere die erste Nacht, jemanden, der bei Ihnen ist.
Wie häufig treten die beschriebenen Komplikationen auf?
Wir müssen aus rechtlichen Gründen auf Risiken und Probleme, die mit dem Eingriff zusammen hängen hinweisen. Bei der langjährigen und umfangreichen Erfahrung unserer Operateure ist das Operationsrisiko allerdings verschwindend gering. Sie haben die Möglichkeit, in einem präoperativen Gespräch ihre Fragen mit dem Operateur zu besprechen.
Kann ich noch am gleichen Tag nach Hause?
In fast allen Fällen ist dies nach einigen Stunden Beobachtung möglich. Nur ausnahmsweise wird Ihnen Ihr Operateur oder Anästhesist empfehlen, sich im Krankenhaus weiter überwachen zu lassen.
Warum darf ich nichts trinken, nicht rauchen, kein Kaugummi kauen und auch kein Bonbon lutschen?
Kein ärztlicher Eingriff ist ohne Risiko. Durch Nichteinhalten der Nüchternheit wird die Gefahr erhöht, dass während der Narkose Mageninhalt in die Mundhöhle und von da aus in die Lunge gerät. Diese als Aspiration bezeichnete Komplikation kann zum Ersticken, mindestens aber zu einer schweren Lungenentzündung führen.